Verein der Garten und Blumenfreunde Olching e.V.

Chronik des Vereins der Garten und Blumenfreunde Olching e.V.


1906

Im Jahr 1906 fanden sich einige Olchinger, Graßlfinger und Geiselbullacher Bürger zusammen, um auf Anregung von Bezirksgärtner Johann Rothmund einen Gartenbau-Verein zu gründen. 34 Personen traten spontan in den Verein ein. Leider sind aus dieser Zeit, vermutlich durch Kriegswirren bedingt, keine eigenen Aufzeichnungen des Vereins mehr zu finden, doch dem Olchinger Nachrichtenblatt vom 21. Nov. 1931 ist das Jahr 1906 zu entnehmen. Als Vereinsname wurde der Begriff „Obstbauverein „gewählt.

Am 6. April 1907 fand als erste Aktivität eine Obstbaumpflanzung auf einem Tagwerk Grund des Gründungsmitgliedes Sebastian Riedl statt.
Gründungsvorsitzender wurde der Lehrer Martin Kreher. Als dessen Nachfolger hat Oberlehrer Gabriel Buchhofer diese Aufgabe übernommen und leitete den Verein bis 1920.

1920

Herr Oberlehrer Gabriel Buchhofer übergab im Jahr 1920 das Amt des Vorstandes an Glasermeister Alois Weindl.
Stand 1920 noch als Überschrift der Name „Obstbauverein“, so findet man auf der Seiten des Jahres 1921 nunmehr den „Obst- und Gartenbau-Verein“.
In die Jahren 1922 – 1956 entwickelte sich der Verein langsam aber unregelmäßig, was den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen zuzurechnen war.


Bemerkenswert war 1930 ein erheblicher Mitgliederzuwachs, was zu einer Aufwertung des Vereins als „geschäftsführende Körperschaft“ führte. Karl Glöckner übernahm die Schriftführung und Leonhard Schwojer die Kassengeschäfte.

Ab den Jahr 1956 intensivierte sich das Vereinsleben, so dass anlässlich der
50-Jahr-Feier 194 Mitglieder zu verzeichnen waren. Am 25./26. August 1956 wurde daher das 50-jährige Jubiläum gefeiert.

1966 – 1973

Der Verein entwickelte sich weiter und nahm an Mitgliedern zu, so dass am 25. September 1966 zum 60. Gründungsfest der Hubersaal nicht alle Gäste fassen konnte, zu denen Landrat Matthias Duschl, Landrat Müller-Hahl aus Landsberg, 1. Bürgermeister Franz Haidacher als Schirmherr, Rektorin Appolinaris Wirth und viele Gemeinderäte gehörten. Auch Abordnungen der Nachbarvereine schickten Vertretungen.
Im Jahr 1969 wird der Verein auf Anregung des Landesverbandes in „Verein der Garten- und Blumenfreunde“ umbenannt.
In diesem und den folgenden Jahren beteiligte sich der Verein an dem Ausbau der Wanderwege entlang der Amper und auf den Schuttberg auf dem heutigen Volksfestplatz.

1974 – 1979

Eine wesentliche Veränderung in den Interessen des Vereins ist 1974 der Vorschlag zur Erstellung einer Kleingartenanlage auf der ehemaligen Bauschuttdeponie am östlichen
Rand von Olching. Maßgebliche Initiatoren waren der 1. Vorsitzende Jakob Wagner und der 2. Vorsitzende Ernst Nett. Dazu wurde nach vielen Vorarbeiten durch den Verein und der Gemeinde Olching im Jahre 1978 die ARGE Kleingarten gegründet.
Um die Erfordernisse zur Errichtung und Verwaltung der Kleingartenanlage zu organisieren, wurde 1979 in der Hauptversammlung die Satzung des Vereins geändert. Es wurde die „Sparte Kleingarten“ eingerichtet. Gleichzeitig wurde die Gartenordnung besprochen. Am 20.11.1979 wurden dann die ersten 20 Parzellen den Pächtern zugelost.

1980 – 1984

In diesen Jahren fanden die ersten Arbeiten an der Kleingartenanlage und an den bis dahin vergebenen Gärten statt. (Näheres beschreibt die
Chronik der Kleingartenanlage), so dass am 17.07.1982 eine teilweise Einweihung gefeiert werden konnte.

26.05.84 Die endgültige Einweihung der Kleingartenanlage mit ihren 69 Parzellen und das Vereinsheims erfolgte an 26.05.1984 unter Beteiligung fast aller Pächter. Jakob Wagner begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter Pfarrer Blasius Wagner, Landrat Gottfied Grimm, Altbürgermeister Franz Haidacher, Ehrenbürger Albert Leiss, Willy Maas, Geschäftsführer des Landesverbandes bayerischer Kleingärtner, Kreisfachberater Max Schuster und den neuen 1. Bürgermeister Ewald Zachmann.
Zudem Walter Goldschmidt, Vorsitzender vom Gröbenzeller Gartenbauverein, Willy Scondo, Andreas Gastl und Walter Daschner als Vertreter der benachbarten Kleingartenvereine aus Eichenau, Puchheim und Germering.

Wagner beendete seine Ausführungen mit einem Spruch von Bert Brecht:
„Zu fällen einen schönen Baum, brauchts eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht’s, Mensch bedenk' es, ein Jahrhundert.“


1987 – 2016

In der Hauptversammlung am 07. März 1987 wurde Herr Theo Obermeier zum 1. Vorsitzenden gewählt und folgte Herrn Jakob Wagner auf dieser Position, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.
Die Jahre 1985 -1996 waren im Wesentlichen von den Aktivitäten in der Kleingartenanlage geprägt. Hervorzuheben ist die stärkste dokumentierte
Mitgliederzahl des Vereins im Jahre 1991 mit 374 Personen .

Im Jahr 1996 wurde Heinz Butzenberger neuer 1. Vorsitzender.
Jahreshauptversammlung 1997 im Kolpingheim: Neben den üblichen Themen einer Hauptversammlung ist zu erwähnen, daß die Herren Ernst Nett und Fritz Scherer für ihr außergewöhnliches Engagement für den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden und die zugehörige Urkunde überreicht bekamen. Die Laudatio für beide hielt der frühere Vorsitzende Theodor Obermaier.

Im gleichen Jahr wurde das Feldkreuz in der Kleingartenanlage, restauriert von Herrn Friedl und mit Kupferblech verkleidet von Herrn Butzenberger, erneut aufgestellt und durch Seelsorgerin Hildegard Lang geweiht.


Das herausragende Ereignis im Jahr 2006 war das
100-jährigen Vereinsjubiläum. Die Feierlichkeiten wurden unter der Leitung des 1. Vorsitzenden, Herrn Joachim Schwappach, am 9. u. 10. September in den Räumen der KOM-Kulturwerkstatt in Olching statt. Neben einer umfangreichen Ausstellung zur Historie und zu den Aufgaben und Zielen des Vereins auch eine Verköstigung statt.


Leider musste Herr Schwappach seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender aus beruflichen Gründen noch im selben Jahr aufgeben.
Ab dem Jahr 2007 begann eine sukzessive Veränderung in der Mitgliedschaft - viele Personen gaben ihre Mitgliedschaft oder auch ihren Garten aus Altersgründen auf. Ein Ausgleich fand aber nur bei den Pächtern der Kleingärten statt. Hier jedoch waren vornehmlich Familien mit Kindern die Mehrheit.